Kulturerbe

Verwaltung historischer Liegenschaften

Unsere Abteilung verwaltet den Immobilienbestand der Evangelischen Kirche A.B. Kronstadt. Unsere zentralen Aufgaben bestehen einerseits in der Instandsetzung und –haltung, andererseits in der Gewährleistung einer sachgemäßen Nutzung der zumeist denkmalgeschützten Bausubstanz.

Der Immobilienbestand wird unterschiedlich genutzt: Er deckt den Eigenbedarf der Gemeinde – Kirchen, Pfarrhäuser, Büros, Dienstwohnungen, Gästezimmer, Kindergarten u.a. – , umfasst Mietwohnungen, Büro- und Geschäftsräume und auch Immobilien, die von öffentlichen Institutionen genutzt werden: Schulen, Museen und Kindergärten.

Die Einnahmen aus der Bewirtschaftung der Immobilien werden für den Erhalt des Kulturerbes und für die Fortführung der Gemeindearbeit, vor allem der Verkündigungs-, der diakonischen, der Kultur- und Bildungsarbeit verwendet

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Richard Sterner

Leiter Verwaltung historischer Liegenschaften

richard.sterner@biserica-neagra.ro

Die Schwarze Kirche und ihr Hof als urbanistische Aufgabe
Unsere Vision

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Architektur ist gemäß John Ruskin die Kunst, Bauten so zu gestalten, dass sie zur geistigen Vitalität des Menschen beitragen, ihn kräftigen und erfreuen.
Die baulichen Lösungen, die Architekten in der Vergangenheit als Antwort auf diese Herausforderung gefunden haben, können leichter im Stadtbild erkannt und aufgedeckt werden, wenn die interessierenden Gebäude auf Grundlage eines gemeinsamen Ideals, Frucht einer bestimmten historischen Epoche, entwickelt wurden, miteinander harmonieren und dieselbe Sprache eines einheitlichen Konzepts sprechen.
Die Wiederherstellung des baulichen Bestandes eines mittelalterlichen Stadtkerns und seine Integration in das urbanistische Gefüge nehmen hingegen insbesondere dann das Gepräge einer philosophischen Abhandlung an, wenn dieser Stadtkern über mehrere historische Epochen hinweg entstanden ist, sich darin die Bedürfnisse vieler Generationen niederschlagen und er von 800 überaus ereignisreichen Jahren geprägt ist.
Im Hinblick auf eine zeitgemäße Gestaltung des Hofes der Schwarzen Kirche etwa muss deshalb nicht allein die Frage des Bodenbelags beantwortet werden. Vielmehr muss die Zweckbestimmung und -mäßigkeit der einzelnen Gebäude neu abgewogen werden, ohne dass ihr spezifischer Charakter durch bauliche Eingriffe beeinträchtigt würde. Erst auf dieser Grundlage sind sie in das gemeinschaftliche städtische Leben einzubeziehen.

Die kohärente Instandsetzung von heterogenen Baudenkmälern, von mittelalterlicher Sakralarchitektur und neuzeitlichen Verwaltungs-, Bildungs-, Militär- oder Wohnungsbauten etwa, kann deshalb nicht weniger als komplex sein. Entsprechend nimmt die Instandsetzung der disparaten Einzelteile dieser Gesamtheit eine längere Zeitspanne in Anspruch.
Nachdrückliche Bemühungen um die Gestaltung des Hofes der Schwarzen Kirche haben im frühen 20. Jahrhundert ihren Anfang genommen. Wir hoffen, sie auch während der folgenden Jahrzehnte fortsetzen zu können. Zahlreiche Generationen trugen zur Herausbildung des architektonischen und kulturellen Mosaiks, auf das wir hier heute blicken, bei. Soweit Instandsetzungsprojekte erfolgreich umgesetzt werden, ist dies sowohl das Ergebnis einer guten Koordination der verschiedenen Akteure als auch das einer bewusst über die Zeiten hinweg gepflegten Verbindung zwischen den aufeinanderfolgenden Generationen.
Innerhalb der Gruppe der Baudenkmäler besitzen historische Sakralbauten ein besonderes Gewicht. Der genius loci verlieh ihnen spezifische Züge. Einige bauliche Elemente, die keinerlei technische Funktion besitzen, sind wertvoll, weil sie Zeugnis vom christlichen Leben vergangener Zeiten ablegen und der bemerkenswerten Frömmigkeit früherer Geschlechter Ausdruck verleihen. Aus diesem Grund müssen aber urbanistische Konzepte, die die Schwarze Kirche oder das Standbild des Humanisten und Reformators Johannes Honterus berühren, auch die Gebeine im Erdreich des gewesenen Gemeindefriedhofs in ihre Überlegungen einbeziehen.

Die zukünftige Atmosphäre des Hofs ist nicht nur mit Blick auf die gegenwärtige Funktion des Hofs, sondern auch mit Rücksicht auf die genannten historischen Komponenten zu gestalten. Axiomatisch für die weitere Gestaltung bleiben deshalb zwei Qualitäten: Ruhe und Kontemplation, die einen willkommenen Gegenpol zu der von sprudelndem bürgerlichem Leben geprägten Atmosphäre des angrenzenden Marktplatzes bieten.

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Den Kirchhof säumen Gebäude von herausragender historischer Bedeutung. Die bedeutendste Schulanstalt mit deutscher Unterrichtssprache in Kronstadt ist das Honterus- Nationalkolleg. Seinen Wurzeln reichen über die Zwischenstufe des humanistischen Gymnasiums bis in das Spämittelalter (1399) zurück. Seit dem 19. Jahrhundert dient ein bürgerlicher Repräsentationsbau des 19. Jahrhunderts als Schulgebäude. Die Bezeichnung „lateinisches Viertel“, die besonders im rumänischsprachigen Schrifttum für die Gegend um die Schule verwendet wird, bezieht sich auf das einstige humanistisch-altphilologische Profil der Lehranstalt und verdankt sich dem Geist der Neorenaissance.
Der städtische Raum um die Schwarze Kirche wird dadurch mit zusätzlicher historischer Bedeutung aufgeladen, dass die Räumlichkeiten, in denen Johannes Honterus die erste Druckerpresse Kronstadts betrieb und der Diakon Coresi als Lehrling wirkte, in einem Anrainergebäude identifiziert und wiederhergestellt wurden.
Die beeindruckende Entwicklung von der mittelalterlichen Lateinschule zum evangelischen Gymnasium und von dort zu einer Staatsschule mit deutscher Unterrichtssprache, dem „Johannes-Honterus“-Nationalkolleg, muss dazu veranlassen, auch der Architektur historischer Bildungsanstalten im Kontext des 21. Jahrhunderts auf angemessene Weise Rechnung zu tragen.

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Es liegt auf der Hand, dass historische Schulbauten dem geltenden gesetzlichen Normenkatalog für die Errichtung von Schulbauten lediglich in Ausnahmefällen entsprechen, und dass die modernen Bauvorschriften eine ernsthafte Herausforderung für jede zukünftige Investition in die Erhaltung von Bauten dieser Kategorie darstellen.

Signifikante Herausforderungen bestehen auch im Anschluss des Hofes an touristische Trassen, seiner Einbindung in die Geschäftsabläufe der Büros der Innenstadt und in das kulturelle Leben der Stadt und der Gemeinde.

Die Wohnungsarchitektur soll dabei ihre ursprüngliche Zweckbestimmung behalten und angemessen instandgesetzt werden. Es ist uns bewusst, dass die Umnutzung von Wohnraum in historischen Stadtzentren zu touristischen Zwecken in aller Welt eine wesentliche Herausforderung für Behörden und Gesellschaft darstellt. Deshalb befürworten wir die Erhaltung von Wohnraum.

Dem besonderen Bedarf, den Familien an öffentlichen und privaten Dienstleistungen haben, kann zurzeit Rechnung getragen werden. Von ärztlichen Praxen und Kleinunternehmern, z. B. Handwerkern (Schuhmacher, Bäcker, Goldschmiede, Schneider, Buchhändler usw.), die ihre Dienste rund um die Schwarze Kirche anbieten, bis hin zu Wochenmärkten, die Lebensmittel und Erzeugnisse aus heimischer Produktion anbieten, besteht eine Vielzahl möglicher Entwicklungsmöglichkeiten, die wir analysieren und nach Maßgabe mit unserem Konzept INSPIRATIO abstimmen werden. Die ortstypische Landschaft mit ihren verschiedenen Vegetationsformen wird mittels zeitgemäßer platzgestalterischer Elemente in den Ausbau des Hofes einfließen.

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Sämtliche Eingriffe an dem Denkmalensemble des Hofes der Schwarzen Kirche sind unter Respektierung internationaler Abkommen wie der Charta von Venedig  und der Europäischen Kulturerbestrategie für das 21. Jahrhundert vorzunehmen. Diese Abkommen verpflichten die Denkmalpflege etwa auf Reversibilität, auf die Achtung von Originalität und Authentizität – Prinzipien, die bereits im Zuge der laufenden Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen rund um den Kirchhof zur Anwendung kommen. Gleichzeitig müssen alle Änderungen, die die Baudenkmäler im Laufe der Zeit erfahren haben, als wichtige Etappen der Stadtgeschichte verstanden und gewürdigt werden (Charta zum vernakulären Bauerbe, 1999).

Der Hof der Schwarzen Kirche – die mittelfristige Planung

Im Jahr 2011 schrieb der Verein „Rettet das historische Stadtzentrum Kronstadts“ („Salvaţi Centrul istoric al Braşovului“ einen Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Johannes Honterus-Hofs aus. Die Jury entschied sich für das Projekt der Architekten Johannes Bertleff und Andrei Şerbescu.

Obschon die vorgeschriebenen archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände des Hofs bereits in den Jahren 2012 und 2013 stattgefunden hatten, hatten die wiederholten Bemühungen des Vereins um Anwerbung von Fördermitteln, etwa jene um Finanzmittel aus dem EWR-Fonds, keinen Erfolg.

Der Kirchengemeinde gelang es in der Zwischenzeit, umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an Anrainergebäuden des Hofs umzusetzen. An der Südostflanke der Schwarzen Kirche wurde die Notsicherung des A-Gebäudes der Honterusschule durchgeführt. An der Nordseite der Kirche konnte das Gebäude Rossmarkt Nr. 3 wiederhergestellt werden und ein Boutique Hotel  aufnehmen. Gegenüber dem Westportal wurden das ehemalige Küsterhaus und das Gebäude, in dem sich das Auditorium und die Bibliothek des evangelischen Gymnasium befunden hatten, instandgesetzt.

Ein Abschluss der aktuellen baulichen Eingriffe an den Gebäuden rund um die Schwarze Kirche zeichnet sich für den Frühsommer 2021 ab. Der Innenhof von Rossmarkt 3 wird, nach der Erneuerung der darunter liegenden Heizanlage der Schwarzen Kirche und der Einrichtung von Sanitäranlagen für Besucher der Schwarzen Kirche, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und mit dem Rossmarkt verbunden. Auch der Innenhof (Hinterhof) von Marktplatz 18 wird einen neuen Durchbruch erhalten und zum Kirchhof hin geöffnet. All diese Massnahmen zielen darauf ab, die Anrainergebäude in die urbanistische Landschaft des historischen Stadtkerns besser zu integrieren, um dadurch zum städtischen Leben positiv beizutragen.Im Anschluss wird im Hof provisorisch auch ein neuer Bodenbelag aus Schotter aufgebracht werden. Gleichzeitig werden Unebenheiten beseitigt.

Einige Begrünungselemente sind vorgesehen. Baumbestand, der im Laufe der Zeit vertrocknet war, wird ersetzt. Zusätzlich werden weitere verschattete Zonen und Ruhemöglichkeiten (Sitzbänke) geschaffen. Eine üppige Auswahl an blütentragenden Sträuchern und langlebigen sowie aromatischen Gewächsen, angepasst an Halbschatten und groben Untergrund, ist zu verpflanzen.

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Im Frühling 2021 wird, dem Beleuchtungskonzept entsprechend, die Montage von 33 Leuchtkörpern abgeschlossen sein. Die Straßenlaternen werden an den Fassaden der umliegenden Gebäude angebracht. Das Muster für deren Gestaltung liefert das Exemplar einer historischen Gaslaterne des 19. Jahrhunderts, die in der Nähe der evangelischen Kirche A.B. auf dem Martinsberg entdeckt wurde.

Im Frühsommer 2021 werden wir einen Teil des Kirchhofs so herrichten, wie es das ursprüngliche Instandsetzungsprojekt vorsah – als Ausblick auf die endgültige Umsetzung des Maßnahmenpakets. Die experimentelle Herrichtung eines Teils des Areals dient im Sinne einer Visualisierung des Angestrebten auch der unumgänglichen Anwerbung von Fördermitteln für die Fertigstellung des Hofes.

Mit Beginn des Jahres 2021 werden seitens des Bürgermeisteramtes Kronstadt neue Anstrengungen zur Fördermittelakquise getätigt. Dafür sollen im Laufe des Jahres alle für das Bauprojekt nötigen Genehmigungen durch den Eigentümer des Projekts, das Bürgermeisteramt, neu eingeholt werden. Die Kirchengemeinde wird ihren Beitrag voraussichtlich über einen neuen Nutznießvertrag leisten können.

Die zeitnahe Umsetzung eines so umfangreichen und kostspieligen Projekts wie die vollständige Neugestaltung des Hofes ist eine gemeinsame Aufgabe von Kirchengemeinde und Stadtverwaltung – nicht zuletzt auch deshalb, weil sich das Areal zwar in Privatbesitz befindet, aber vielfach öffentlich genutzt wird. Gemeinsam sind neue Wege der urbanistischen Einbindung und der Finanzierung anzudenken.

Auf diese Weise kann ein atmosphärischer Ort inmitten des Stadtgefüges geschaffen werden, der zur Steigerung der Lebensqualität aller Menschen, die hier zusammentreffen, auf entscheidende Weise beiträgt.

Aktuelles aus der Verwaltung historischer Liegenschaften

Kirchen & Friedhöfe

Informationen zu Grabstellen und Grabgebühren finden Sie hier.

Unsere Kirchengemeinde besitzt vier Kirchen und ebenso viele Friedhöfe:

Innerstädtischer Friedhof

Langgasse – str. Lungă 2

Öffnungszeiten des Friedhofs

April – September 7.00 – 19.00 Uhr

Oktober – März 8.00 – 16.00 Uhr

Friedhofswärterin Ilona Kovács:

Tel.  +40 (0) 724 502 448

Schwarze Kirche

Johannes-Honterus-Hof

Besucherinformationen

Evangelische Kirche in der Blumenau

Str. Dr. Ion Cantacuzino 2

Die Blumenauer Kirche kann auf Anfrage besichtigt werden.

Bitte kontaktieren Sie hierzu das Sekretariat des Pfarramts.

Evangelische Kirche in der Oberen Vorstadt

Str. Prundului 3

Die Obervorstädter Kirche kann auf Anfrage besichtigt werden.
Bitte kontaktieren Sie hierzu das Sekretariat des Pfarramts.

Öffnungszeiten des Friedhofs

April – September   7.00 – 19.00 Uhr
Oktober – März       8.00 – 16.00 Uhr

Evangelische Kirche auf dem Martinsberg

Str. Dealul de Jos 12

Die Martinsberger Kirche kann auf Anfrage besichtigt werden.
Bitte kontaktieren Sie hierzu das Sekretariat des Pfarramts.

Öffnungszeiten des Friedhofs

April – September   7.00 – 19.00 Uhr
Oktober – März       8.00 – 16.00 Uhr

Denkmalressort

Aufgabe des Denkmalressorts ist die Erforschung, Sicherung und Vermittlung der mobilen Kulturgüter der Honterusgemeinde.
Zu diesem reichen Erbe gehören zahlreiche wertvolle Kircheneinrichtungsstücke, bedeutende Bestände historischer Textilien, liturgischer Gefäße und eine Gemäldesammlung.
Grundsätzlich sorgt das Ressort für die genaue Evidenz dieser Güter und dafür, dass angemessene Nutzungs-, Ausstellungs- und Aufbewahrungsbedingungen gesichert werden. Darüber hinaus koordiniert es notwendige Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten.
Neben den Projekten der Gemeinde führt das Denkmalressort auch Projekte durch, die der Sicherung von Kulturgütern anderer evangelischer Gemeinden dienen. Als Kompetenzzentrum für osmanische Teppiche betreut es das Landeskirchliche Teppich-Depot.
Eine wichtige Aufgabe ist die der Vermittlung, die dazu dient, dass die Kulturgüter in ihrer Eigenschaft als Kunstwerke besser verstanden werden. Die Vermittlungsmaßnahmen reichen von Dokumentarausstellungen über Führungen bis hin zu wissenschaftlichen Publikationen.

Dr. Ágnes Ziegler

Leiterin Denkmalressort
agnes.ziegler@schwarze-kirche.ro

Bücher und Mitherausgeberschaften

(mit Frank-Thomas Ziegler:) »Gott zu ehren und der löblichen Zunft zur Zierde und Gebrauch«. Die osmanischen Teppiche der Schwarzen Kirche, Kronstadt 2019.

Liegt auch in rumänischer Sprache vor.

A brassói Fekete templom – Reformáció és renováció. Felekezeti, városi, rendi csoportidentitás kifejeződése egy újjászülető épületben [Die Schwarze Kirche in Kronstadt – Reformation und Wiederaufbau. Die Inszenierung der konfessionellen, städtischen und ständischen Identität] (zugl. phil. Diss Univ. Budapest 2012), Kronstadt/Budapest 2018.

Liturgische Gewänder in der Schwarzen Kirche zu Kronstadt in Siebenbürgen, hg. v. Evelin Wetter. Mit Beiträgen von Corinna Kienzler und Ágnes Ziegler. Gewebeanalysen von Corinna Kienzler, Riggisberg 2015.

Beiträge in Aufsatzbänden und Fachperiodika

(mit Stephanie Armer und Anja Kregeloh:) «Unsere alten Kirchenteppiche». Anatolische Teppiche und ihre Verwendung im Kirchenraum in Bistritz und Kronstadt. In: Anja Kregeloh (Hg.): Die anatolischen Teppiche der lutherischen Stadtpfarrkirche in Bistritz/Bistriţa (Rumänien), Heidelberg 2021 (in Vorbereitung).

«Gott zu ehren und der löblichen Zunfft, zur Zierde und Gebrauch». The Ottoman Turkish Rug Collections of the Lutheran Church of the Transylvanian Saxons. In: Emese Pásztor (Hg.) «Transylvanian» Turkish Rugs. Tracing the Ottoman Rugs from the 1914 Exhibition in the Budapest Museum of Applied Art, Budapest 2020, S. 11–20.

Liegt auch in ungarischer Sprache vor.

A reformáció Brassóban [Die Reformation in Kronstadt]. In: Erika Kiss / Zsuzsa Zászkaliczky / Márton Zászkaliczky (Hgg.): Ige-idők. A reformáció 500 éve [Grammar and Grace. 500 years of Reformation], Budapest, Magyar Nemzeti Múzeum 26. 04. 2017 – 26. 11. 2017 [Ausstellungkatalog], Bd. 1, Budapest 2019, S. 77–81.

The Restoration of the Black Church in Braşov throughout the 20th Century. In: Brukenthal Acta Musei, 13 (2018), 2, S. 227–245.

The Brukenthal Museum in Sibiu (Nagyszeben/Hermannstadt). In: Xavier Barral i Altet / Pál Lővei / Vinni Lucherini / Imre Takács (Hgg.): The Art of Medieval Hungary, Rom 2018, S. 469–472.

(mit István Botár und Boglárka Tóth:) Cercetarea dendrocronologică a șarpantei și a structurilor de lemn la Biserica Neagră Brașov [Die dendrochronologische Erforschung der Dachstruktur und der Holzelemente an der Schwarzen Kirche Kronstadt]. In: Ars Transilvaniae, 27–28 (2017–2018), S. 67–93.

Die Inszenierung des evangelischen Selbstverständnisses im Kronstadt des 18. Jahrhunderts. In: Hans Klein / Hermann Pitters (Hgg.): Glaubensgeschichte. Siebenbürgische Beiträge zum 500. Reformationsjubiläum, Hermannstadt 2017, S. 231–245.

(mit Evelin Wetter:) «… wenn das Korn blühet, blaue, wenn es eingeerntet wird, weiße und rothe…» Lutherische Messgewänder des 18. Jahrhunderts in der Schwarzen Kirche zu Kronstadt in Siebenbürgen. In: Das Münster. Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 68 (2015), 4, S. 336–342.

Kronstadt und seine Schwarze Kirche – Zur Geschichte des Baus und seiner Ausstattung. In: Evelin Wetter (Hg.): Liturgische Gewänder in der Schwarzen Kirche zu Kronstadt in Siebenbürgen. Mit Beiträgen von Corinna Kienzler und Ágnes Ziegler. Gewebeanalysen von Corinna Kienzler, Riggisberg 2015, S. 27–70.

(mit Evelin Wetter:) Der Bestand liturgischer Gewänder im Spiegel der Inventare. In: Evelin Wetter (Hg.): Liturgische Gewänder in der Schwarzen Kirche zu Kronstadt in Siebenbürgen. Mit Beiträgen von Corinna Kienzler und Ágnes Ziegler. Gewebeanalysen von Corinna Kienzler, Riggisberg 2015, S. 71–88.

(mit Evelin Wetter:) Die liturgische Nutzung vorreformatorischer Gewänder im siebenbürgischen Luthertum. In: Evelin Wetter (Hg.): Liturgische Gewänder in der Schwarzen Kirche zu Kronstadt in Siebenbürgen. Mit Beiträgen von Corinna Kienzler und Ágnes Ziegler. Gewebeanalysen von Corinna Kienzler, Riggisberg 2015, S. 89–114.

(mit Evelin Wetter:) Osmanische Textilien in der Repräsentationskultur des siebenbürgisch-sächsischen Patriziats. In: Robert Born / Sabine Jagodzinski (Hgg.): Türkenkriege und Adelskultur in Ostmitteleuropa vom 16. bis zum 18. Jahrhundert (Studia Jagellonica Lipsiensia, 14), Ostfildern 2014, S. 269–285.

(als Ágnes Bálint, mit Frank-Thomas Ziegler:) «Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt?» Zu den Übermalungen des Rosenauer-Wandbildes in der Hermannstädter Stadtpfarrkirche. In: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde, 34 (2011), 1, S. 1–28.

Liegt auch in ungarischer Sprache vor. In: Zsolt Kovács / Emese Sarkadi Nagy / Attila Weisz (Hgg.): Liber discipulorum. Tanulmányok Kovács András 65. születésnapjára, Klausenburg 2011, S. 39–65.

(als Ágnes Bálint:) Biserica Neagră din Braşov – noi propuneri privind cronologia şi contextul construcţiei [Die Schwarze Kirche in Kronstadt – Neue Vorschläge betreffend Bauchronologie und Baukontext]. In: Ars Transilvaniae, 19 (2009), S. 5–19.

(als Ágnes Bálint:) Örökségvédelem a brassói Fekete templomban [Denkmalpflege an der Kronstädter Schwarzen Kirche]. In: Tímea N. Kis (Hg.): Colligite Fragmenta! Örökségvédelem Erdélyben. Örökségvédelmi konferencia Budapest, ELTE 2008, tanulmánykötet, Budapest 2009, S. 242–250.

(als Ágnes Bálint:) Adalékok a brassói Fekete templom 18. századi építéstörténetéhez. Egyházgondnoki számadáskönyv 1693-ból [Zur Geschichte der Schwarzen Kirche im 18. Jahrhundert. Kirchenkuratorenrechnung aus 1693]. In: Dolgozatok az EME érem- és régiségtárából, 1 (XI) (2006), S. 179–204.

(als Ágnes Bálint:) Die Marienkirche zu Kronstadt (Schwarze Kirche). In: Imre Takács (Hg.): Sigismundus Rex et Imperator: Kunst und Kultur zur Zeit Sigismunds von Luxemburg 1387–1437. Szépművészeti Múzeum Budapest, 18. 03. 2006 – 18. 06. 2006; Museé national d’histoire et d’art Luxemburg, 13. 07 2006 – 15 10 2006 [Ausstellungskatalog], Mainz 2006, S. 659–660.

Liegt auch in ungarischer Sprache vor.

 

(als Ágnes Bálint:) A Fekete templom 1689-es tűzvész utáni helyreállításának történeti vázlata [Skizze des Wiederaufbaus der Schwarzen Kirche nach dem Großen Brand 1689]. In: Daniel Nazare / Ruxandra Nazare / Bogdan Florin Popovici (Hgg.): In Honorem Gernot Nussbächer, Kronstadt 2004, S. 425–430.

Rezensionen und Berichte

Sacru şi profan într-un oraş european 1150–2007. Piaţa Huet – o punte peste timp. Sacred and Profane in an European City. Huet Sqare – a Bridge Beyond Time, Hg. v. Daniela Marcu Istrate, Angel Istrate, Victor Moraru, Hieronymus, Braşov, 2007. In: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde 32 (2009), 1, S. 90–99.

 

Ausstellungskuratorium

330 Jahre Großer Stadtbrand Kronstadt

Dokumentarausstellung, Schwarze Kirche (Kronstadt), 15.06.–29.09.2019.

Die neue Dauerausstellung zur Geschichte der Schwarzen Kirche in Kronstadt

Dokumentarausstellung, Schwarze Kirche (Kronstadt), seit 06.2014

Durch das Schlüsselloch der Werkstatt. Die Restaurierung des Teppichs 252 + 280

Dokumentarausstellung, Schwarze Kirche (Kronstadt), 05.06.–30.10.2012

 

Beiträge für das breite Publikum

(mit Frank-Thomas Ziegler:) Ghidul oaspeților Biserica Neagră. Ghid ilustrat al Bisericii Negre din Brașov, cu cronologia ansamblului arhitectonic și evenimentele ce i-au marcat istoria, Kronstadt 2020.

Mattis Teutsch Waldemar. A fényörvény vonzásában / Magia vârtejurilor de lumină / Alluring swirls of light. Sankt Georgen, Erdélyi Művészeti Központ, 04.09.–02.10.2020. [Ausstellungskatalog] hg. v. Tünde Sipos Gaudi, Sankt Georgen 2020.

Ábrahám Jakab. A vonal ereje / Puterea liniei / The Power of Lines. Sankt Georgen, Erdélyi Művészeti Központ, 29.03.–26.04.2019. [Ausstellungskatalog] hg. v. Zoltán Vécsi Nagy, Sankt Georgen 2019.

Osmanische Teppiche in Siebenbürgen. In: KGS Forum 30 (2018): Textilien und Kulturgüterschutz, S. 26–28.

Aktuelles aus dem Denkmalressort

Archiv & Bibliothek

Das Archiv und die Bibliothek unserer Gemeinde vereinen mehrere historische Archive und bedeutende Teile der Bibliothek des Evangelischen Gymnasiums Kronstadt unter einem gemeinsamen Dach. Neben dem Archiv des Burzenländer Kapitels gehört das Archiv der Stadtpfarrgemeinde und das des Burzenländer Bezirkskonsistoriums A.B. dazu.

Zu den wichtigsten Beständen zählen die Handschriftensammlung des Kronstädters Joseph Franz Trausch (1795-1871), ferner Nachlässe der Stadtpfarrer Markus Fronius (1659-1713) und Paulus Neidel (1674-1735), des Politikers Hans Otto Roth (1890-1953) oder des Germanisten Oskar Netoliczka (1865-1940).

Die älteste Originalurkunde Kronstadts, die sich im Besitz des Archivs befindet, stammt aus dem Jahr 1342. Weit mehr als 2000 alte Drucke aus der Zeit vor 1850 befinden sich in den Magazinen des Archivs.

Im Erdgeschoss des Stadtpfarrhauses, Johannes Honterus-Hof 2, befindet sich ein Lesesaal, in dem die Bestände der Bibliothek und des Archivs eingesehen werden können. Die Präsenzbibliothek mit aktueller wissenschaftlicher Literatur zur Geschichte und Landeskunde Rumäniens, speziell zu Siebenbürgen, hilft bei der Nutzung des Archiv- und Bibliothekbestands. Konventionelle Findmittel wie Zettelkataloge, Findbücher und -karteien stehen im Lesesaal zur Verfügung. Daneben werden zwei elektronische Kataloge für die Archiv- und Bibliotheksbestände zur Online-Recherche erarbeitet.

Herzlich Willkommen am historischen Archiv unserer Kirchengemeinde!

Jede Person kann Einsicht in Archivalien unserer Kirchengemeinde beantragen. Wir kommen Ihrem Anliegen im Rahmen unserer Möglichkeiten gern nach. Bitte stimmen Sie vorab einen Termin mit uns ab und nennen Sie uns Ihr Anliegen! Hierzu stellen Sie Ihre Anfrage schriftlich mit dem Anliegen Ihrer Recherche an die unten aufgeführten Kontaktdaten.

Dr. Ágnes Ziegler

Leiterin Denkmalressort
archiv@schwarze-kirche.ro
arhiva@biserica-neagra.ro

Aktuelles aus Archiv & Bibliothek