von Franziska Riemer, Gemeindepädagogin
Nach vier langen Jahren konnte die Honterusgemeinde vom 20. bis zum 26. Juli 2026 endlich wieder ein Ferienlager für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren im Ferienhaus in Techirghiol veranstalten.
Wenn wir nicht gerade im Schwarzen Meer schwimmen waren, verbrachten wir viel Zeit im grünen Garten der ehemaligen deutschen Schule oder auf der Terrasse des Hauses. Eine Hälfte jeden Tages war mit Andachten, gemeinsamem Singen, Kleingruppen und kreativen Angeboten gefüllt. Die andere Hälfte stand für Ausflüge, Spiele, den Strand und das gemeinsame Erleben zur Verfügung.

Unter dem Thema „Wasser, Wind und Wunder“ wurde den Kindern täglich ein kleines Theaterstück vorgespielt. Im Mittelpunkt stand der Junge Fritz (gespielt von Praktikant Maurice), der mit seinen Eltern während der Sommerferien in ein Dorf gezogen war. Dort langweilte er sich zunächst und fand nicht so schnell neue Freunde. Nach und nach freundete er sich jedoch mit Klaus an (gespielt von Pfarrer Valentin Claudiu Riemer), dem Besitzer des „Magazin Universal“. Klaus erzählte Fritz verschiedene Geschichten aus der Bibel und half ihm dabei, diese mit seinen eigenen Erfahrungen in Verbindung zu bringen.
So begegneten die Kinder unter anderem der Geschichte vom Durchzug durch das Schilfmeer, der Berufung der ersten Jünger, der Stillung des Sturms und Petrus, der Jesus auf dem Wasser entgegengeht. In den anschließenden Kleingruppen wurden die Geschichten gemeinsam besprochen. Die Kinder konnten eigene Fragen stellen und darüber nachdenken, was die Erlebnisse der biblischen Personen mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.

Dabei ging es vor allem um Vertrauen, Mut und Gemeinschaft. Die Kinder beschäftigten sich mit der Frage, was ihnen hilft, wenn sie Angst haben oder nicht wissen, wie es weitergeht. Sie erfuhren, dass Menschen nicht alles allein schaffen müssen, sondern aufeinander angewiesen sind und sich gegenseitig unterstützen können. In den Andachten, Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten konnten die Kinder erleben, dass Vertrauen wachsen kann: Vertrauen zu anderen Menschen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Vertrauen zu Gott.

Alle Fotos: Steffen Schlandt