
Bauhütte Schwarze Kirche – Fundația Atelierul Bisericii Negre
Das bauliche Erbe der Evangelischen Kirche A. B. zu erhalten ist Aufgabe der Bauhütte Schwarze Kirche
Warum Baudenkmäler?
Baudenkmäler sind greifbare, sichtbare Zeugen vergangener Epochen und prägen das Gesicht von Städten und Regionen. Sie geben Menschen das Gefühl von Kontinuität und Zugehörigkeit zum Landstrich. Sie ziehen Besucher an und stärken dadurch die örtliche Wirtschaft.
An alten Bauten ihnen lassen sich historische Bautechniken, Handwerkskunst und die Lebensweise früherer Generationen direkt erforschen und lernen.
Gewachsene historische Stadtkerne und Gebäude steigern nachweislich die Lebensqualität und die Attraktivität von Standorten.
Auf dem Weg zur Stiftung Bauhütte Schwarze Kirche
Unsere Kirchengemeinde ist Hüterin eines bemerkenswerten Kulturerbes, dessen Erhalt hohe Anforderungen stellt.
Um eine systematische und kontinuierliche Baudenkmalpflege zu gewährleisten, hat die Gemeindevertretung am 22. April 2026 die Gründung der Stiftung „Atelierul Bisericii Negre“ („Bauhütte Schwarze Kirche“) beschlossen.
Die Stiftung widmet sich dem Erhalt des kulturellen, künstlerischen und historischen Erbes zum Wohle künftiger Generationen, insbesondere durch den – während des Kommunismus unterbrochenen – Anschluss an europäische Handwerkstraditionen, und der Einwerbung der dazu notwendigen Geldmittel.
Die Evangelische Kirche A. B. Kronstadt hat die Stiftungssatzung erarbeitet und das erforderliche Grundstockvermögen bereitgestellt. Der Erhalt der Anerkennungsurkunde, wodurch die Stiftung rechtlich entsteht, ist für September 2026 zu erwarten.
Die Stiftung als Kompetenzzentrum
Daher pflegt die Evangelische Kirche A. B. Kronstadt bereits seit mehreren Jahren einen intensiven Erfahrungsaustausch mit namhaften Institutionen wie dem Bundesverband Deutscher Steinmetze und denkmalpflegerisch erfahrenen Kirchen in Köln, Freiburg im Breisgau und Nürnberg.
Die Stiftung wird den Rahmen bieten für den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit von Denkmalpflegern, Restauratoren und Handwerkern unterschiedlicher Spezialgebiete.
Aktuelles von der Bauhütte
Pressemitteilung
Die Evangelische Kirche A. B. Kronstadt ist seit März 2026 Mitglied der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister. Die Gemeinde sucht den Anschluss an die jüngsten internationalen Entwicklungen im Bereich der kirchlichen Denkmalpflege, um diese im Zuge zukünftiger Erhaltungsmaßnahmen an der Schwarzen Kirche und an anderen Baudenkmälern berücksichtigen zu können. Damit ist die Kirchengemeinde derzeit das einzige in Rumänien ansässige Mitglied der Vereinigung.
Die Vereinigung dient den großen Kathedralen und Pfarrkirchen Europas als Plattform für den Austausch von Fachwissen und Erfahrungen im Bereich komplexer kirchlicher Großbaustellen. Im Jahr 2020 hat der zwischenstaatliche Ausschuss der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe die Praktiken von 18 Bauhütten in sein Register Guter Praxisbeispiele aufgenommen und damit deren Wert und Bedeutung unterstrichen.
Der Erhalt großer Kathedralen und Pfarrkirchen des Mittelalters ist ausschließlich mit Hilfe spezialisierter, ortsansässiger Werkstätten möglich, deren Arbeitsmethoden sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt haben und die heute traditionelles Handwerk mit modernsten Technologien verbinden.
Da sich die meisten mittelalterlichen Kathedralen und Kirchen in West- und Mitteleuropa befinden, hat sich dort auch der größte Schatz denkmalpflegerischer Erfahrung angesammelt. Einige Werkstätten blicken auf eine ununterbrochene Tradition seit dem Mittelalter zurück. Daher pflegt die Evangelische Kirche A. B. Kronstadt bereits seit mehreren Jahren einen intensiven Erfahrungsaustausch mit namhaften Institutionen wie dem Bundesverband Deutscher Steinmetze und denkmalpflegerisch erfahrenen Kirchen in Köln, Freiburg im Breisgau und Nürnberg.
Die Evangelische Kirche A. B. Kronstadt beabsichtigt, den Erfahrungsaustausch dazu zu nutzen, die Vorteile der Einrichtung einer permanenten Baustelle gegenüber der gegenwärtig an der Schwarzen Kirche bestehenden Praxis der befristeten Beauftragung von Fachleuten, mit deren Hilfe Probleme lediglich punktuell gelöst werden können, abzuklären. Eine der Aufgaben der zu gewinnenden Fachleute wird es sein, moderne denkmalpflegerische Verfahren mit der überkommenen rumänischen Gesetzgebung zur Denkmalpflege in Einklang zu bringen.




