Während des Kalten Krieges war es Wissenschaftlern kaum jemals erlaubt, grenzübergreifende Forschungen in Archiven vorzunehmen.
Heute ist das gottseidank anders. Die Forschungsgruppe „Digitale Musikfragmentologie“ vom Institut für Musikwissenschaft in Budapest das musikalische Südosteuropa des Mittelalters. Durch Forschungen in ungarischen, rumänischen, slowakischen u. a. Archiven kann sie nun detailliert nachweisen, auf welchen Wegen sich bestimmte Musiktraditionen, insbesondere solche aus dem Westen Europas, in diesen Gebieten ausbreiteten.
Dr. Ágnes Ziegler, Leiterin des Ressorts Kulturgüter der Evangelischen Kirche A. B. Kronstadt, legte den Mitgliedern der Forschungsgruppe im Juli neben bereits bekannten auch Handschriften vor, die den Forschenden bis dahin noch unbekannt waren.
Die Webseite des Projekts:
Foto, v. l. n. r.: Zsuzsa Czagány, Borbála Tóka, Mózes Enyedi, László Dávid Varga, Gilányi Gabriella . Nicht mit im Bild ist Julianna König.