von Franziska Riemer und Gabriela Schlandt
Neubeginn in Dankbarkeit
Mit Beginn des Schuljahres und des Herbstes freuen wir uns, wieder mit den Kindern im Chor zu singen und darüber, dass unsere Kindergruppen wieder starten. Jeder Neuanfang ist etwas Besonderes, denn er bringt die Freude des Wiedersehens, neue Herausforderungen und die Möglichkeit, neue Lieder zu lernen.
Wie jedes Jahr bereiten wir uns gerne musikalisch auf ein Fest vor, das den Kleinen und Großen sehr am Herzen liegt: das Erntedankfest! Es könnte nicht besser zum Beginn des Schuljahres passen, denn es fordert uns alle heraus, unsere Komfortzone zu verlassen, früh aufzustehen und bereit zu sein, zu lernen und uns auf neue Unternehmungen einzulassen.
Das Thema Dankbarkeit passt sehr gut und erinnert uns daran, dass wir für so viele Dinge in unserem Leben dankbar sein können. In unseren Liedern preisen wir die Schönheit der Natur, die Sonne, den Regen, die Tiere und die Nahrung, die Gott uns schenkt. Und wenn wir dies immer wieder wiederholen und singen, gewinnen diese Dinge an Bedeutung und Wahrheit.
Die Fäden laufen zusammen
Montag, 13. Oktober: Der große Kinderchor trifft sich, um die Lieder einzuüben. Einige Kinder begleiten den Gesang mit Flöten und Metallophonen.
Dienstag, 14. Oktober: Der kleine Kinderchor trifft sich ebenfalls. Zur Freude der Kleinen wird bei manchen Liedern auch getanzt.
Mittwoch, 15. Oktober: In der Kindergartenandacht wird mit den Kindern darüber gesprochen, warum jährlich Erntedank gefeiert wird und die Kinder malen auf Getreidekörner Bilder von dem wofür sie dankbar sind. Diese Körner werden an einem Halm auf ein großes Papier geklebt.
Donnerstag, 16. Oktober: Die Jungschargruppe sitzt in der Obervorstädter Kirche, um eine gestaltete Mitte, mit Obst, Gemüse und sechs Buchstaben: C I A S R A G. Was mögen diese Buchstaben in richtiger Reihenfolge bedeuten? Zwei Mädchen finden es heraus und rufen: GRACIAS, also Spanisch für Danke. In der Jungscharstunde reden wir über Dank, über gutes, von Oma gekochtes Essen, Nutella, gute Freunde und vieles mehr, wofür die Jungscharkinder dankbar sind. Sie schreiben auf Getreidekörner, wofür sie dankbar sind, und kleben sie auf ein Plakat. Die Jungscharkinder schneiden weitere Körner aus, sodass jeder Gottesdienstbesucher am Sonntag eines bekommen kann.
Gleichzeitig in der Schwarzen Kirche: Mit dem Gemüse und Obst, das über die Woche im blauen Haus gesammelt wurde, wird jetzt die Kirche geschmückt. Eingeladene Familien helfen gerne beim Schmücken.
Gottesdienst zu Erntedank
Sonntag, 19. Oktober
09:00 Uhr Die Kinderchöre kommen zum Einsingen und Üben der Lieder.
09:30 Die Jugendlichen der Jugendgruppe bereiten Heißgetränke und Gebäck für den Kirchenkaffee vor, der sich an den Gottesdienst anschließen wird.
09:45 Die Gottesdienstbesucher entdecken die Wand mit den Getreidekörnern der Jungschargruppe und des Kindergartens und erhalten bei der Ankunft auch ein Getreidekorn sowie das Liedblatt für den Gottesdienst.
10:00 Beginn des Gottesdienstes Die Kirche ist wunderschön geschmückt. Der Kinder- und Jugendchor steht auf Podesten und singt. Er wird von der Blaskapelle, jungen Musikern aus der Gemeinde, begleitet. Die Kindergartenkinder ziehen mit dem Handwagen voller Gemüse in die Kirche ein und sitzen in den ersten Bankreihen. Während des Gottesdienstes wird klar: Viele verschiedene Kinder und Jugendliche aus den Gruppen unserer Gemeinde haben an den Vorbereitungen teilgenommen. Auch die Kleinsten aus der Krabbelgruppe nehmen mit ihren Familien am Gottesdienst teil.
11:10 Kirchenkaffee – man hört Kinderlachen, es riecht nach Kaffee und Baumstriezel, trotz Kälte bleiben viele für längere Gespräche und Gemeinschaft. Der Liedvers „Voller Wunder ist die Erde, wunderbar nach Gottes Plan. Gott hat dich und mich geschaffen und vertraut uns alles an.“ schwingt in Gedanken noch mit.
Nachklang
Montag, 20. Oktober
Die Gaben des Gottesdienstes wurden dem gemeinnützigen Verein Bucuria Darului durch die Mitarbeiter des Pfarramtes als Geschenk seitens der Gemeinde überbracht. Die Schwarze Kirche ist gereinigt und bereit für Besucher und die nächsten Gottesdienste.
Erntedank erinnert uns daran, dass an jedem Korb, den wir in der Kirche sehen, an jedem Lied, das wir hören und mitsingen, und an der Gestaltung der Schauwand mit den Getreidekörnern viele Herzen mitgewirkt haben. Was hier geschieht, geschieht dank zahlreicher Hände – durchdacht, abgestimmt und mit offenen Herzen.
Foto: Erntedank 2021 in der Schwarzen Kirche. Fotograf: Steffen Schlandt