Das Museum für Volkskunde in Kronstadt rückt das fotografische Werk der Ethnografin Luise Treiber-Netoliczka 90 Jahre nach ihren Feldforschungen im Norden der Kreise Prahova und Buzău wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Das Museum für Volkskunde lädt alle Interessierten am Donnerstag, den 13. November, um 18:00 Uhr, zur Vernissage der Dokumentarausstellung „Luise Treiber-Nertoliczka – Eine Kronstädter Ethnografin im Altreich”, die einer der ersten professionellen Ethnografinnen im Rumänien der Zwischenkriegszeit gewidmet ist.
Die Ausstellung präsentiert das Ergebnis der Digitalisierung von über 200 Fotos, die Luise Treiber-Netoliczka in den Jahren 1934 und 1935 im Norden der Kreise Prahova und Buzău im Rahmen von Feldforschungen auf Anfrage des von Nicolae Iorga geleiteten Instituts für Südosteuropa aufgenommen hat. Die Fotos zeigen das Alltagsleben, traditionelle Trachten, Handwerkskunst und Volksarchitektur und machen die Öffentlichkeit auf einen kleinen Teil eines unbekannten Fotoarchivs aufmerksam, das für zukünftige interdisziplinäre Forschungen genutzt werden kann. 90 Jahre nach ihrer Entstehung können diese Fotos angesichts der Veränderungen, die die Welt der Dörfer durchlaufen hat, eine neue Bedeutung erhalten.
Die vorliegende Ausstellung ist das Teilergebnis eines umfangreichen Projekts zur Konservierung, Inventarisierung, Erforschung und Digitalisierung von über 1000 Glas- und Filmplatten, die zum Nachlass von Dr. Luise Treiber-Netoliczka gehören. Dieser befindet sich seit 1963 im Besitz der Evangelischen Kirche A.B. Kronstadt. Das Projekt wird im Rahmen einer 2024 geschlossenen Partnerschaft zwischen den beiden Institutionen durchgeführt.
Im Rahmen der Vernissage werden seitens der Evangelischen Kirche A. B. Kronstadt Dr. Ágnes Ziegler und Dr. Frank-Thomas Ziegler Grußworte überbringen.
13. November 2025, 18:00 Uhr
Ethnografisches Museum Kronstadt
Bd. Eroilor Nr. 21A
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